Die Werbefotografie wird zu dem Bereich der Berufsfotografie hinzugezählt. Hierbei werden Bilder von Objekten gemacht, die verkauft werden sollen. Das Schwierige dabei ist die Tatsache, dass Gegenstände nicht einfach nur abgelichtet werden, sondern in den meisten Fällen ein Lebensgefühl aussagen sollen.
Damit sich das beworbene Objekt besser verkauft, muss auf dem Bild dafür gesorgt werden, dass der Betrachter etwas Positives hiermit verbindet. Dies geschieht meistens durch bestimmte Beleuchtung, aber auch durch andere Bildeffekte oder aber durch das Bewerben von passenden Fotomodellen.
Werbefotos sind eigentlich immer nachbearbeitet. Entweder um sie an sich ansprechender aussehen zu lassen (z.B. kleine „Schönheitskorrekturen“ bei vorhandenen Models), oder aber einfach um die gewünschten Effekte mit einbringen zu können. Die Zeiten in denen einfach ein Gegenstand auf einem Foto festgehalten und dann durch einen netten Spruch beworben wird, gehören schon seit geraumer Zeit der Vergangenheit an. In den letzten Jahrzehnten wurde die Werbung immer wichtiger, was dazu führte, dass sie auch immer weiter optimiert wurde. So können mittlerweile durch bestimmte kleine Effekte die gewünschten Zielgruppen direkt angesprochen werden. Und das meist noch ohne dass diese das überhaupt bewusst bemerken. Dies passiert durch ein ausgeklügeltes System, das im Allgemeinen als „Marketing-Psychologie“ zusammengefasst wird.
Die Werbefotografie ist ein sehr anspruchsvolles Teilgebiet der Fotografie. Denn heutzutage ist es nicht mehr ganz so einfach einen potentiellen Kunden dazu zu bringen, ein Objekt auch wirklich zu kaufen. Durch die immer größer werdende Auswahl an Produkten hat der Kunde immer mehr Möglichkeiten zu vergleichen, und sich in aller Ruhe für ein Produkt zu entscheiden. Umso wichtiger ist es dann, dass ein neu erscheinendes Objekt von vornherein so dargestellt wird, dass ein Konsument allein durch die Werbung schon positiv beeinflusst ist, und das Produkt wenigstens testen möchte.